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Archive for the ‘Wurstsalat’ Category

Stadtzeitung Bad Soden-Salmünster, Ausgabe 11/2010

Im lauschigen Kinzigtal, unweit der Wirkungsstätte der Gebrüder Grimm, wirkt ein Metzger, der nicht nur Wert auf die Qualität seiner Waren legt, sondern auch wundervoll wirbt. Vielleicht sollte man es besser Reklame nennen, denn die Machart erinnert ein bisschen an die gute alte Reklamewelt der vorletzten Jahrhundertwende.

Herr Weber ist ein dichterisches Naturtalent und seine Wurstlyrik überzeugt bestimmt auch Vegetarier, wenn sie nicht gar dazu taugt, Veganer aus ihrem kulinarischen Sumpf zu ziehen (selbige würden aber wohl eher behaupten, dass seine Verse Auswirkungen von exzessivem Schweinemord sind).

Nicht immer gelingen seine Reime auf Anhieb. Aber wo ein Weber ist, da ist ein Weg. Wöchentlich einmal im Heimat-Blättchen gibt er uns eine Kostprobe seines texterischen Könnens und wertet die ansonsten eher schlicht gestrickten Anzeigen zu Perlen der Werbekunst auf.

Ich finde, seine Werke (nicht unbedingt die Würste) schreien nach weltweitem Netzruhm. Und so möchte ich hier – quasi als Running Gag – seine Ergüsse vorstellen. Diese Woche überkommt ihn der Frühling:

  • Zum Osterfest gehört der Braten –
    drum nimm vom Auge die Tomaten
    und schau beim Metzger Weber rein:
    Das Beste ist gerade Dein.

Metzgerei Weber
Frankfurter Straße 40
63628 Bad Soden-Salmünster
Tel. 06056-1247

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Wurstporno

Es gibt Bilder, da reagiert dein Gehirn auf die Reize des Sehnervs mit einer Kaskade von Befehlen an deine empfindlichsten Körperteile. Und plötzlich fühlst du das, was du gerade gesehen hast, mit allen Sinnen. Als hättest du es gerade mit deinem eigenen Körper erlebt. Extase flutet durch deine Nervenbahnen und es wird nass; du musst schlucken. Und dann kommt die Ernüchterung: Es ist nur ein Bild. Und du weißt: Du wirst sie nie erreichen: diese Wurst!

Du schluckst heftig. Versuchst deine Geschmackspapillen zu beruhigen und die Speicheldrüsen zu schließen. Aber es gelingt nur mühsam. Du klickst weg. Wartest. Haust zitternd auf den Back-Button. Prägst dir jede Nuance des Bildes ein. Denn du wirst davon träumen. Von der dunklen Farbe, die dir den wilden Inhalt verspricht; vom Kontrast des Schimmels, der von langer Lagerung erzählt; vom Licht auf dem Glas im Hintergrund, das die konservierende Fettschicht und das zarte, tierische Fruchtfleisch akzentuiert verbindet; von den Zitronen, die Frische versprechen und vom Bastkörbchen, dem warmen Holz und den Schnüren, die das Hausgemachte bezeugen. Ein feuchter Traum.

Das Bild ist ein Gemälde. Und jetzt hängt es in meiner virtuellen Galerie. Neben all den Sinneseindrücken, die sich in meiner schon so lange währenden Wurstsucht in mein Hirn graviert haben. Danke, Küchenteufel!

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Wurstteppich

Wenn mal wieder eine Wurst zum Niederknien gut ist, empfehle ich einen Wurstteppich als Unterlage. In den Geschmacksrichtungen Salami, Mortadella, Blutwurst und Bierschinken. Schade: Es fehlt der Schwartenmagen und die Ahle Worscht (als Läufer vielleicht). Gibt’s bei www.wurstteppich.de

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Wo anders als im Herzen Berlins wird der typisch deutsche Imbiss seit August 2009 mit viel Liebe zum Detail in einer tollen Erlebnisausstellung in Szene gesetzt. Hier in Berlin wurde sie erfunden, auch wenn Bochumer das vielleicht anders sehen mögen. Die Currywurst ist viel mehr als nur ein gewaltiger Wirtschaftsfaktor: Sie ist ein Stück deutscher Kultur- und Gesellschaftsgeschichte. Und das hat das Deutschen Currywurst Museum Berlin mit viel Wissenswertem, Informativem und auch Geheimnisvollem rund um den beliebten Kultsnack in einer originellen und unterhaltsamen Ausstellung unter Beweis gestellt.

Der Eintrittspreis von 11 Euro für Erwachsene schreckt vermutlich viele Touristen ab (bei unserem Besuch letzten Oktober war nicht viel los), aber der Besucher merkt schnell, dass hier an nichts gespart wurde. Die Präsentation ist hervorragend designed und mit vielen interaktiven Ausstellungsobjekten bestückt. Zum Abschluss kann man sich in einer original Currywurstbude als Brutzler versuchen und fotografieren lassen.

Deutsches Currywurst Museum
Schützenstraße 70
10117 Berlin
http://www.currywurstmuseum.de

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Mit Essen spielt man nicht! pflegte meine Mutter immer zu sagen. Sie kannte das Wurstquartett nicht. Bei www.wurstquartett.de gibt’s dieses witzige Kartenspiel in bewährter Quartett-Manier. Spannend-leckere Turniere lassen sich damit spielen: „Speck weg“ oder ”Leckeres Schnäppchen“ sind einige Varianten. Da bei uns ja immer die Anstandswurst übrig bleibt, wenn es Rindswurst oder Weißwürste gibt, müssen wir nicht länger das Licht ausmachen, um die letzte Wurst loszuwerden. Jetzt spielen wir darum. Also dann: Jetzt geht’s um die Wurst.

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