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Archive for the ‘Blutwurst’ Category

Schweinsblutorgasmus

Reine Wurstpornographie ist das, was Petra von „Der Mut anderer“ uns da bietet! Das ist der Stoff, von dem ich immer blutigrot und ziemlich feucht träume! Blutwurst selber machen! Aber eimerweise Blut und mein kleiner Backofen scheinen sich von vorn herein gegenseitig auszuschließen. Auch weiß ich nicht, ob mein Hund nicht die Contenance verliert, wenn er so viel Blut riecht. So bleibt mir vorerst nur, Petras tolles Rezept immer wieder zu lesen, bis es ganz zerfleddert vom Monitor fällt…

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Knorrig

wie eine alte deutsche Eiche. So muss einem eine gute Blutwurst erscheinen. Die Monate der Reife muss man ihr ansehen. Das verdunstete Wasser hat Spuren hinterlassen: tiefe Furchen und hohe Pickel, unter denen sich die Speckknötchen nur mühsam verbergen. Bevor ich hier ins Schwärmen komme und die eine oder der andere Blutwurstbanause sich würgend abwendet, belasse ich es bei der nüchternen Beschreibung einer neuen Blutwurstentdeckung: Die „Grieabewurscht“ von der Landmetzgerei Münzinger im schwäbischen Ried. Eine herrlich knorrige Blutwurst, wie sie sein soll. Bissfest, fast schon zäh an den Zähnen, krachig die Haut, voller reinweiß leuchtendem Speck, den Grieben eben, der ihr den Namen gibt. Der Geschmack würzig, muskatig. Und scharf. Denn ich habe die Chilivariante gewählt. Diese Schote passt wunderbar zur Blutwurst. Die Schärfe unterstreicht den urig-kernigen Geschmack ohne ihn mit Beißen zu übertünchen. Schade, dass ich nur einen Ring mitgenommen habe. Das nächste Mal ist die Theke leergekauft.

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Scharfe Stange

Zufällig im Kaufland in Gelnhausen entdeckt: Peperoni Schwarzwürste von der Stadtmetzgerei Zeiss, einer großen Filialwursterei. Nun misstraue ich grundsätzlich allen Großschlachtern. Aber hier hingen diese schwarzen Dinger an einem Ständer auf der Theke und riefen nach mir. Dünn wie ein kleiner Finger, lang wie die üblichen Bierbeißer. Die Warnung der netten Verkäuferin vor der Schärfe machte mich eigentlich gleich noch schärfer und zwei Paar wechselten den Besitzer. Ich gebe es zu: noch auf dem Weg zum Parkplatz zuzelte ich mit zitternden Fingern die Verpackung auf und biss herzhaft in eine der verführerisch dunkel glänzenden Stangen.

Eine würzige Blutwurst mit angenehmer Schärfe wässerte meine Zunge. Noch etwas weich, bereit zu längerer Lagerung, noch intensivere Aromen versprechend. Schnell noch ein Biss. Und noch einer. Und dann kam es. Brannte so richtig schön nach. Jetzt ein Königreich für einen frischen, kühlen Weihnachtsbock! Am Wagen angekommen waren es nur noch ein Paar, 5 Minuten später drehte ich um, noch ein paar zu kaufen. Diese 2010 DLG-prämierten Stangen werde ich mir auf Vorrat hängen.

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Knüppelhart

… so soll sie sein, die perfekte Blutwurst! Kaum noch beissbar. Wehren soll sie sich beim Kauen. Ihre Aromen ganz langsam freigeben im Kampf mit den Backenzähnen. Dann kommen ihre wahren Vorzüge zum Vorschein. Metzger Fröhlich weiß, wie man eine solche Blutwurst kreiert. Auf dem Weihnachtsmarkt in Bad Soden-Salmünster hab ich sie entdeckt. Fast versteckt unter anderen, noch viel zu frischen Artgenossen. Der Herr Fröhlich wollte es erst gar nicht rausrücken, das gute Stück. Meinte wohl, meine Gebiss schonen zu wollen. Aber dann, als er merkte, dass ich kein Blutwurstweichei bin, machte er seinem Namen alle Ehre und verkündete fröhlich sein Credo der Wurstmacherei: Alles nach uralten Familienrezepten hergestellt, voller Liebe zum Produkt, aus heimischen Tieren, ohne „Ferz un Kricke“, wie der Hesse sagt.

Nun liegt sie hier und schwindet Stück für Stück, ganz gemächlich. Zärtlich aber bestimmt zerdrücke ich ihre harte Haut, die laut kracht beim Reinbeissen. Fast lutsche ich sie. Die Aromen füllen allmählich meinen Gaumen mit einer wunderbaren Intensität, wie sie nur Würste hervorbringen, die im langen Lagerungsprozess fast alle Feuchtigkeit abgegeben haben und nun die Gewürze konzentriert spüren lassen. Solche Würste genieße ich pur, ohne Brot. Einen Hauch Meerrettich vielleicht, ein Spritzer Löwensenf allenfalls. Dann mit einem Pils nachspülen. Es fällt unendlich schwer, sich den Genuß einzuteilen. Mal sehen, wie lange sie noch bei uns ist …

Altrauch-Harte Blutwurst, € 13,90/Kilo
Metzgerei Fröhlich
Frankfurter Straße 29
63584 Gründau-Rothenbergen
Tel. 06051-9777825

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Blutwurstentdeckung

Nata von pastasciutta hatte mir in ihrem leckeren DFSSGF-Päckchen ein Gläschen Blootwoosch geschickt. Nachdem die restlichen Leckereien verputzt waren, wurde es Zeit, das Glas zu öffnen. Ich hebe mir das Beste immer zum Schluss auf. Und Blutwurst, dafür sterbe ich. Allerdings muss sie bestimmten Merkmalen entsprechen: Im Ring muss sie sein, hart wie Stein, eher zum Lutschen denn zum Essen. Was ich gar nicht mag, sind labberige, frische Blutwürste und weiche, bröselige Schlachtwürste. Und Dosen- oder Gläserwürste. Aber schließlich war das ja keine Blutwurst im Glas, sonder Blootwoosch. Also tapfer das Glas aufgemacht und vorsichtig die Nase reingehalten. Der erste Schock: Keine Speckstückchen zu sehen! Das geht ja mal gar nicht! Das zweite Unding: Das Messer versinkt ohne nennenswerte Gegenwehr im Blutwurstbrei! Das kann nicht schmecken!

Leicht angewiedert platziere ich ein wenig von der dunkelrotgrauen Pampe auf ein Stück frisches ausgehobenes Bauernbrot, dezent mit Butter und etwas Meerrettich bestrichen. Es riecht würzig, gar nicht so schlecht. Also Augen zu und rein damit. Langsam öffne ich die Augen, streiche eine dickere Portion aufs Brot und wiederhole den Test. Es schmeckt einfach gut! Nicht zu fassen! Die Pampe schmeckt!

Hier bei uns wird zum Schlachtessen „Schwarz Supp“ gereicht, eine dicke Brühe, die vorwiegend aus geplatzten Leber- und Blutwürsten, vermischt mit restlichem Schweineblut besteht. Eine Köstlichkeit. Wenn man diese nun eindicken würde, könnte ich mir vorstellen, sie schmeckte wie die Kölner Blootwoosch. Sehr intensiv, sehr blutig, süßlich-muskatig, leicht pfeffrig, wunderbar! Die Konsistenz ist gar nicht störend. Im Gegenteil, wäre sie schnittfester, wie das häufig im Glas der Fall ist, würde mich das stören. Jetzt genieße ich Bissen für Bissen.

Ich ärgere mich, dass ich die herrlich fruchtigen, getrockneten Apfelringe schon weggeputzt habe. Als Dipp würde die Blootwoosch dazu hervorragend passen. Keine Frage: Beim nächsten Kölnbesuch, weiß ich nun, was ich alles mit mitbringen werde. Danke noch mal, Nata! Du hast eines meiner Lieblings-Vorurteile entkräftet.

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… wird der Kölner, respektive die Kölnerin, nicht müde zu erklären. Seltsam. Denn sie nutzen dabei jede Gelegenheit, eben jenes Wahrzeichen in alle Welt zu exportieren. Sogar nach Hessen. Zu mir. Per Post: Hurra, das Päckchen ist da!

Nata von pastasciutta hat mich diesmal beim großen Fresspaketetausch DFSSGF 2010 beglückt. Ihr Blog ist ja schon saulecker. Ihr Päckchen aber nicht minder (der Inhalt natürlich). Außer ihrer netten Postkarte (mit Dom drauf, natürlich) sticht mir sofort das Glas mit Kölner Blootwoosch ins feuchte Auge. Da hat sie mitten in mein Schweine-Herz getroffen! Dazu selbstgebackene, endleckere Plätzchen in Form des Kölner Domes (trotz edelster Verpackung leider als Puzzle angekommen) und Fruchtgummi in – na was wohl? – Domform. Dann noch ne Packung getrocknete Apfelringe (seltsamerweise nicht in Domform) und das Standardwerk der Kölschen Köche, das Dom Kölnkochbuch. Gleich mal nachgeschlagen, was man mit Blootwoosch un Äädäppelringe alles anfangen kann. Ich sehe schon: Es wird ein komplettes Menü werden, inkl. Nachtisch. Selbst zum besseren Verdauen ist auch noch was im Päckchen: ein Dreierpack Kabänes, ein Likör aus vermutlich im und um den Kölner Dom herum gesammelten Kräutern.

Danke, Nata, dat hätt du jut jemaach! Und Rosa von schnuppensuppe ein ebensolcher Dank für die Organisation.

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Höllenwurst

Eigentlich hätte ich es wissen müssen. Erstens schmeckt Dosenwurst sowieso nicht und zweitens macht Chili sie bestimmt nicht besser. Ich esse gerne scharf und einige Tischgesellen meinen, ich übertriebe es manchmal. Dem kann ich nur widersprechen: Ich übertreibe immer. Auf der Suche nach neuem Feuerzeugs war ich auf die Suicide Saucen von Florian Kos aus dem Odenwald gestoßen (Wahnsinn!) und hatte sie hier bestellt. Und da lachte sie mich an: Wurst in Dosen mit Habanero-Chili aufgeladen. Bei Habanero tickt mein Verstand regelmäßig aus. Also muss ich da jetzt durch. Strafe muss sein! Zuerst probiert: die Blutwurst natürlich. Wertung: Scheißescharf! Oder besser: scheiße UND scharf! Und jetzt habe ich noch Bier-, Leber- und Bratwurst vor mir …

Habanero-Blutwurst, 200 g € 2,99

Chili Food
Robert-Bunsen-Str. 1
67098 Bad Dürkheim
Tel: 0049-6322-989482  Fax:0049-6322-989497
http://www.chili-shop24.de

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